VVN-Logo VVN-BdA Ravensburg Oberschwaben, Riedleparkstrasse 13, D-88045 Friedrichshafen, Tel 07541/389316 06.04.2002

gedenken - mahnen - wehren

G e d e n k e n
an die
Opfer des Faschismus

gemeinsam gegen Fremdenhaß, Terror und Krieg

Sonntag, 12. Mai 2002

09:00 Überlingen

KZ-Stollen-Führung

Eingang Obere Bahnhofstrasse
zwischen Westbahnhof und Überlingen Goldbach

11:00 Birnau, KZ-Friedhof

GEDENKFEIER

mit dem Historiker Dr. Peter Scherer, IG Metall
Oswald Burger: Das Schicksal des Giuseppe Beltrame
internationalen Gästen und Schülern aus Italien
Musik: "Trotz alledem" Konstanz
Veranstalter:
IG Metall Friedrichshafen
DGB Ravensburg
DGB Konstanz
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes /
Bund der Antifaschisten/innen
VVN-BdA Ravensburg-Oberschwaben,
Singen und Konstanz

KZ-Dachau
Rückseite

STOPPT DIE SPIRALE DER GEWALT !!!

Terror nicht hinnehmbar !
Etwa 4000 Menschen verloren beim Terroranschlag im September 2001 in den USA ihr Leben. Viel Leid wurde über die Hinterbliebenen und ihre Familien gebracht. Es ist klar, daß die Täter gesucht, gefunden und von unabhängigen Richtern verurteilt werden müssen.

Strafverfolgung ja - Krieg nein !
Bisher folgte den menschenverachtenden Anschlägen massive militärische Reaktion der USA und ihrer Verbündeten. Ein "Krieg gegen den Terror" fügt den Opfern von New York und Washington Zehntausende weiterer Opfer in Afghanistan hinzu. Es mag sein, daß zur strafrechtlichen Verfolgung der Attentäter international abgesicherte Polizei- und Gewaltmaßnahmen unumgänglich sind - ein bedingungsloses Kriegsszenario, wie es jetzt stattfindet, ist jedoch unverantwortlich und abzulehnen, weil es die Probleme nicht löst.

Frieden? Öl und Rohstoffe!
Wir wissen, dass es nur vordergründig um die Bekämpfung von Terror und Gewalt geht. Tatsächlich geht es um wirtschaftliche Vormachtstellung und den ungehinderten Zugriff auf Öl und andere Rohstoffe. Dies wird seit Jahren in den Richtlinien der Bundeswehr so formuliert, ist zentraler Bestandteil des US-amerikanischen Selbstverständnisses und dem der NATO.

Verelendung als Terrorursache
Wir sagen, daß Terrorismus nur eingedämmt werden kann, wenn die Ursachen für seine Entstehung benannt und behoben werden: Die Ursachen liegen auf der Hand: Verelendung ganzer Regionen durch eine ungerechte Weltwirtschaft, die Raubbau an den Menschen, ihrer Arbeitskraft, Rohstoffen und Öl betreibt, sowie die seit Generationen andauernde Demütigung von Völkern durch die Wirtschaftsmächte der Welt.

„Keiner wird als Terrorist geboren !"
Die humanitäre Situation der betroffenen Menschen wird weiter verschlechtert. Statt Lebens-, Bildungs- und Existenzperspektiven für alle aufzubauen, wird durch die USA und ihre Verbündete selber offensiv Kriegsterror verbreitet. Mit einer solchen Strategie wird dem Terrorismus der Boden nicht entzogen, denn Terrorbereitschaft ist nicht Ursache, sondern Folge von perspektivlosen Lebensbedingungen. Krieg ist Terror. Krieg wird weiteren Terrorismus und den dazugehörenden „Gegen"terrorismus erzeugen. Die Spirale der Gewalt dreht sich dadurch immer schneller.
Alfred Hausser, Ehrenvorsitzender der VVN-BdA, hat recht: „Keiner wird als Terrorist geboren!"

Mit Terror gegen Terror ?
Am 27.12.2001 erklärte US-Präsident Bush, auch 2002 werde ein "Jahr des Krieges" sein. Afghanistan war nach seinen Worten nur der Anfang. Weitere Kriege gegen die sogenannte „Achse des Bösen" sind in Vorbereitung und werden kommen. Am Horn von Afrika und im Mittleren Osten stehen US-Soldaten und ihre Verbündeten, auch die deutsche Bundeswehr, für diese Kriege bereit. Menschenverachtendes und arrogantes Kriegstreiben wird demnächst auch (wieder) in Somalia, Libyen, Irak und anderen fast willkürlich so diffamierten „Schurkenstaaten" stattfinden. Wir sagen: wer Terrorismus mit Kriegsterror bekämpft, stellt sich moralisch auf dieselbe Stufe wie die Terroristen von New York.

Gerechtigkeit statt Krieg
Als Antifaschisten/innen werden wir uns nicht an Krieg und die allgemeine Kriegsrhetorik gewöhnen. Frieden und Sicherheit in der Welt entstehen durch Interessensausgleich und Gerechtigkeit. Diese können längerfristig nur mit zivilen Mitteln, nicht mit Zerstörung und der Arroganz erreicht werden. Sicherheit
kann es nur geben, wenn die Ursachen von Gewalt und Krieg mit politischen und wirtschaftlichen Mitteln bearbeitet und beseitigt werden und wenn die Menschen in den „unterentwickelten" Ländern ihre Selbstachtung wiederherstellen können. Nur wenn Elend und Armut beseitigt werden, wenn soziale Gerechtigkeit im Innern wie Aussen zum Maßstab der Politik wird, kann Frieden dauerhaft wachsen und die Terrorbereitschaft reduziert werden.

Gegen Terror und Krieg !!!
Der Direktor des Hamburger Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Dieter Lutz, geht inzwischen von „Zehntausenden von toten Zivilisten in Afghanistan" aus.
Soldaten nicht mitgerechnet.
(Quelle: Konkret 02/2002 Seite 14)

"... Wie grausam und verächtlich erscheint mir der Krieg. Ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an so elendem Tun beteiligen. Ich denke immerhin so gut von der Menschheit, daß ich glaube, dieser Spuk wäre schon längst verschwunden, wenn der gesunde Sinn der Völker nicht von geschäftlichem und politischem Interesse durch Schule und Presse systematisch korrumpiert würde ..."

Albert Einstein

STOPPT DIE SPIRALE VON TERROR UND GEWALT!


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